Die Landwirtschaft steht vor einer neuen Risikorealität. Klimavolatilität macht Erträge schwerer vorhersehbar, die Inputkosten steigen, und die Landwirte, die am dringendsten Schutz brauchen, haben ihn am wenigsten. Die traditionelle Schadenversicherung — basierend auf Schadensbesichtigungen, langwierigen Schadensregulierungen und breiten regionalen Durchschnittswerten — erreicht die Landwirte schlicht nicht mit der Geschwindigkeit, dem Umfang und der Fairness, die sie benötigen.
Ein besseres Modell entsteht: die eingebettete parametrische Versicherung. Und dank der Partnerschaft mit der Howden Group ist Arbolitics einzigartig positioniert, sie zu liefern.
Was ist eingebettete parametrische Versicherung?
Parametrische Versicherung zahlt automatisch aus, wenn ein vordefinierter, messbarer Auslöser überschritten wird — nicht wenn ein Schadensregulierer einen Verlust bestätigt. Der Auslöser kann ein Niederschlagsdefizit unter einem saisonalen Schwellenwert sein, ein Vegetationsindex, der aus der historischen Norm fällt, oder eine Ertragsschätzung, die unter das zur Tilgung eines Kredits notwendige Niveau sinkt. Kein Hofbesuch. Keine streitige Schadensmeldung. Nur ein objektives Datensignal und eine automatische Auszahlung.
"Eingebettet" bedeutet, dass die Versicherung unsichtbar in ein bestehendes Finanzprodukt oder eine Handelstransaktion eingewoben wird — einen Agrarkredit, einen Düngemittelkauf, eine Saatgutvorfinanzierung — anstatt als eigenständige Police verkauft zu werden, die der Landwirt aktiv suchen und kaufen muss.
Das Ergebnis: Schutz, der die Landwirte tatsächlich erreicht.
So funktioniert es: eingebettet in den Verkauf landwirtschaftlicher Inputs
Wenn ein Agrar-Input-Unternehmen — ein Saatgutlieferant, Düngemittelhändler oder eine Genossenschaft — Produkte an Felder verkauft, die in der Arbolitics-Plattform registriert sind, kann parametrischer Schutz automatisch in die Transaktionen gebündelt werden.
Die Prämie wird in den Kaufpreis einbezogen oder als Teil eines Input-Vorschusses finanziert. Der Auslöser wird anhand klimatischer und satellitengestützter Indikatoren festgelegt, die dieses Feld bereits überwachen. Verschlechtern sich die Bedingungen während der Saison — Trockenstress, Hochwasserschäden, Ernteausfall — und wird der vereinbarte Indexschwellenwert überschritten, wird automatisch eine Auszahlung freigegeben. Das Unternehmen erhält eine Entschädigung, die an den Wert der verkauften Inputs gebunden ist, ohne einen Anspruch einzureichen oder auf eine Felduntersuchung zu warten.
Für den Inputlieferanten verwandelt es ein Kreditrisiko in eine kontrollierte Exposition und sorgt dafür, dass landwirtschaftliche Risiken den Produktabsatz nicht beeinträchtigen. Für den Landwirt bedeutet es, in hochwertige Inputs zu investieren, ohne die Angst, dass eine schlechte Saison ihn in nicht erstattungsfähige Schulden treibt.
So funktioniert es: eingebettet in Agrarkredite
Für Kreditgeber, die Agrarkredite über die Arbolitics-Plattform abwickeln, gilt dieselbe Logik im gesamten Kreditlebenszyklus. Bei der Vergabe fließt der Arbolitics Score™ sowohl in die Kreditentscheidung als auch in die parametrischen Auslöserschwellen ein, die für diesen Betrieb und dieses Anbauprodukt spezifisch sind. Während der Saison verfolgt nahezu tägliche Satellitenüberwachung die Vegetationsgesundheit und meldet Anomalien. Wird der Auslöser überschritten, gibt das parametrische Produkt von Howden eine Auszahlung frei — direkt zur Deckung des Kreditkapitals oder zur Überbrückung der Einkommenslücke des Landwirts — bevor ein Ausfall eintritt.
Das Portfoliorisiko des Kreditgebers ist abgesichert. Der Landwirt ist ohne Bürokratie geschützt.
Wer profitiert
Landwirte erhalten Schutz ohne Papierkram und Zugang zu Krediten oder Inputs, die ihnen sonst verwehrt blieben, weil Kreditgeber und Lieferanten Klimarisiken auf Betriebsebene nicht quantifizieren können.
Kreditgeber und Inputlieferanten reduzieren das Ausfallrisiko in ihren landwirtschaftlichen Portfolios und vergeben mehr Kredite zu niedrigeren Kosten an mehr Landwirte — mit der Gewissheit, dass eine schlechte Saison nicht zu Portfolioverlusten kaskadiert.
Das Lebensmittelsystem profitiert von Landwirten, die besser geschützt sind, eher in Produktivität investieren und weniger geneigt sind, nach einer einzigen katastrophalen Saison aus der Landwirtschaft auszusteigen.